SANKT PETERSBURG – MOSKAU

SANKT PETERSBURG – MOSKAU

Auf der Wolga unterwegs

Liebe Leserin, lieber Leser,

eine Flussreise? Nie im Leben! Da war die Bebbin kategorisch, auch wenn der Meenzer der Idee nicht ganz abgeneigt war. Von einem Rheinknie zum anderen vielleicht? Ganz gemütlich?

«Ja, wenn ich 80 Jahre alt bin, Schatz, dann fange ich mal an, darüber nachzudenken.»

Die Bebbin schüttelte energisch den Kopf. Und damit war alles gesagt. Aber wie es mit dem Wörtchen «nie» so ist: Es kam alles anders.

Da verbringt man sein ganzes Leben am einen oder am anderen Rheinknie, eins mit sich und seinem Fluss. Sinnend steht eine Bebbin in der einen Bischofsstadt auf der Mittleren Brücke und blickt dem reißenden Wasser hinterher. In der anderen Bischofsstadt lässt ein Meenzer den Blick über die trägen Wellen schweifen, die ein Containerschiff an Land spült, während es hinter ihm singt und lacht.

Reiseroute Quelle: Reisebüro Mittelthurgau

Es gibt keinen Grund, dem Rhein abtrünnig zu werden. Aber, zu spät! Es ist gebucht. Vom Rhein auf die Wolga, das ist ein bisschen wie von den rhein-hessischen Hügeln zu den Alpen. Schuld ist Bebbis Mama. Und die Herkunft, zumindest ein Teil davon. Doch später mehr darüber.

Der Meenzer ist nicht ganz so begeistert. Aber die Aussicht, die Bebbin nicht zehn Tage lang durch Berg und Tal, womöglich noch mit Linksverkehr, herumkutschieren zu müssen, gibt am Ende den Ausschlag.

Goldene Zwiebeln, Räuber, Händler, in Gott gekehrte Klostergemeinschaften, niet- und nagellose Kirchen, ganz aus Holz, und Landschaften, von denen unser heimatlicher Fluss nur träumen kann: Wir sind sehr gespannt, was dieses Land über die bunten Matroschkas hinaus zu bieten hat.

Wir laden Euch ein –  entlang dieses berühmten Stroms – eines der mächtigsten Länder der Welt mit uns zu entdecken.

Eure Bebbi und Meenzer

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