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Autor: Carine Dessemontet

Von Zeiten vor unserer Zeit

Von Zeiten vor unserer Zeit

Nach zwei Hamburgern mit zwei Bieren, die uns umgerechnet satte 50 Franken gekostet haben, und einem tiefen Schlaf mitten im Gewerbezentrum von Reykjavik fahren wir in aller Früh los. Es liegen 230 km Ringstraße vor uns und gefühlte tausend Sehenswürdigkeiten. In Thingvellir, das inzwischen zu einem Nationalpark umgewandelt wurde, in dieser Ebene, übersät mit Felsbrocken, Moos und windgeschütteltem Gras, wurde im Jahr 930 das isländische Parlament gegründet. Inzwischen wurde es nach Reykjavik verlegt. Bodenheizung ist eben gemütlicher. Links und rechts…

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Eine Übung in Gelassenheit

Eine Übung in Gelassenheit

Liebe Leserin, lieber Leser Rejkjavik! Nach Stunden grenzenloser Freiheit über einer dicken Wolkendecke sind wir endlich da und stehen aufgeregt und abenteuerlustig am Gepäckband. Ihr kennt sicher dieses Gefühl. Bequem und flugtauglich gekleidet, im Handgepäck nur das Nötigste und bestimmt weder die Badehose noch die wattierte Jacke dabei und dann … Unser Blick fällt auf ein prominent platziertes Plakat.  Wir runzeln die Stirn. Wie lange dauert „some delays“ auf Isländisch? Auf dem Gepäckband  drehen ein  gelber Koffer, ein paar Jedermanns-Koffer,…

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Feuer und Eis – eine Reise in die Urzeit

Feuer und Eis – eine Reise in die Urzeit

Liebe Leserin, lieber Leser Reisen zu den Zeiten des Corona? Wie geht das denn, werdet ihr ausrufen. Meine Ferien finden auf Balkonien statt! Und meine am Baggersee ums Eck. Wie ungerecht! Ja. Finden wir auch. Gerade deshalb wollen wir Euch diesen Sommer in ein Land entführen, dessen Natur so gewaltig wie ursprünglich ist.  Unter dessen eisige Hüllen es brodelt und spuckt. Lasst uns von Reisen träumen, vergangenen und künftigen, und mit einem kühlen Bier, einem sahnegekrönten Eis auf eine Insel…

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Zum Abschied

Zum Abschied

Die Stimmung ist ein bisschen melancholisch. Das Wetter auch. Es ist Zeit, von Russland, von unserer dunkelhaarigen Kellnerin Marina,  die um unseren Tisch tanzte wie eine russische Primaballerina, Abschied zu nehmen. „Zupa?“, lockt sie ein letztes Mal. „Njet, spassiba!“ Die  Fünf-Gang-Menüs zwei Mal täglich werden nicht ohne Spuren bleiben, vermuten wir. Es ist auch Zeit, uns von unseren sehr sympathischen und ganz besonders humorvollen Tischgenossen Ruth und Werner aus dem Berner Oberland Abschied zu nehmen. Wir hatten solches Glück! «Was…

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Moskau – zwischen gestern und morgen

Moskau – zwischen gestern und morgen

Die Reiseleiterin hat uns soeben eingeschärft. Mit dem Sicherheitspersonal auf dem Kreml-Gelände ist nicht zu spassen. Ihr also brav nachtrotten. Kommt eine Staatskarosse angebraust, dann durchfahren lassen. Fussgängerstreifen hin oder her. Aber wie das mit Touristen ist: Es gibt immer einen, der Warnungen lieber am eigenen Leib austesten will. Vielleicht ein Schweizer Rebell? Wir haben den Grossvater aus unserer Gruppe nicht nach seinem Motiv gefragt. Gerade überqueren wir die Strasse vor dem Kreml-Palast, da kommt tatsächlich ein schwarzer Wagen angefahren….

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