Ellis Café
Die einen oder anderen unter euch wissen es schon.
Die Bebbin ist auch Romanautorin und hat gerade ihren zweiten Roman veröffentlicht: Elli – Wo das Meer beginnt.

Elli, eine Basler Kellnerin, träumt von ihrem eigenen Café – am Meer.
Die Bebbin und der Meenzer haben sich gefragt. Muss dieses Café denn am Meer sein? Darf es auch etwas weniger exotisch sein? Etwas bodenständiger? Auf einer Schweizer Alp zum Beispiel, um völlig erledigte Wanderer wieder aufzupäppeln. Oder in einem Park, wo Mütter ihren Nachwuchs mit einem selbstgemachten Eis für ein paar Minuten ruhigstellen können. Ja gar am Rhein, wo im Winter eine echte heisse Schokolade garantiert der Renner wäre. Kurz: Muss Elli für ein eigenes Café gleich ihrem Land, ihrer Familie und ihren Freunden den Rücken kehren? Geht es nicht vielmehr darum, den Fleckchen Erde, die paar Quadratmeter zu finden, zu denen ihr Herz ja sagt? Selbst, wenn diese um die Ecke sind?
Wir sind auf die Suche nach Ellis Café gegangen. Und haben es gefunden.
Nicht ganz ums Eck. Aber auch nicht gleich am anderen Ende der Welt. In einer lebendigen Stadt. Ein paar Tische, ein paar Bilder, und Studenten, die hier ein- und ausgehen. Unkompliziert. Herzlich.

Elli blickt sich um. Die Sitzbank ist eine coole Idee. Blau gestrichen würde ihr gefallen. An der Wand ein Bild vom Meer, einfach als Erinnerung an ihre frühere Sehnsucht. Ein Foto dieser uralten Maschine, zum Spass, um die Jungs von der Motorradclique zu necken. Alle haben klein angefangen.

Draussen, farbige Stühle wie in ihrem Traum vom Café am Meer. Nicht so bequem, stimmt, aber dafür bunt wie eine Sommerwiese.

Und die Gäste? Sie ist keine Studierte. Aber sie liebt diese lockere Atmosphäre. Und die kommen wieder, wenn sie mal ihre Muffins probiert haben, ihr selbstgemachtes Eis – ein Geheimrezept – ihre heisse Schokolade, süss und samtig. So sicher, wie das Amen in der Kirche.

Diese Kirche, übrigens, ist ihr zu dunkel. Und warum die alle einen Turm auf dem Kopf tragen, ist ihr schleierhaft.

Und wenn sie vor der Arbeit durch die Strassen dieser Stadt radelt, dann fühlt sie sich fast wie zuhause. Die Tram, die klingelnd vorbeifährt. Das Tor, das sie an die Basler Stadttore erinnert. Die holprigen Pflastersteine. Einziger Wermutstropfen: Kein Rhein!

Und für die Jungs wäre diese Stadt auch nur einen Katzensprung entfernt.
Aber welche Stadt denn, fragt ihr?
Ach so! Freiburg, im Breisgau. Gemütlich, entspannt und mit viel mehr Shopping-Möglichkeiten als Ellis geliebte Heimatstadt. Die Bebbin erwägt, Erfurt als Auswanderungstipp für Rentner fallen zu lassen und stattdessen Freiburg i. Br. zu empfehlen. Vielleicht könnte sie dort zurück an die Uni und sich mit ernsthaften Fragen befassen, wie: Welches Eis darf es heute sein?
Im Vertrauen: Bei Elli hätte es im Waldbeeren-Eis auch Waldbeeren gehabt.
Im Vertrauen: Bei Elli hätte es im Waldbeeren-Eis auch wirklich Waldbeeren drin gehabt.

Und weil die Sache mit dem Auswandern noch nicht ganz geklärt ist, fahren wir zusammen mit Elli vorerst nach Basel zurück, dorthin, wo das Meer vielleicht doch beginnt.
Ein Kommentar zu „Ellis Café“
So ein kleines Eis geht immer 🥳.
Guten Appetit