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Monat: Juli 2020

Lebendige und steinerne Welten

Lebendige und steinerne Welten

Auf das Meer treffen wir endlich wieder am Kap Dyrholaey. Felsen erstrecken sich düster in die glitzernden Wellen, die Brandung leckt am schwarzen Strand und durch jenes Loch im Felsen könnte gemäß Reiseführer ein Boot durchfahren. Wir fragen uns: ein Schlauchboot? Auf der anderen Seite der Bucht wölbt sich eine natürliche Brücke aus Tausenden Basaltbrocken über die Tiefe. Natürlich nur für Leichtfüssige, Leichtfedrige. Und während wir uns noch über die Kraft, die diese Brücke zusammenhält wundern, bleibt unser Auge an…

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Von Foss zu Foss

Von Foss zu Foss

Heute ist Foss-Tag. Ganz gemütlich rauscht der Seljalandsfoss 66 Meter von der ehemaligen Küstenlinie herunter. Dies genügt uns aber nicht. Wir wollen hinter den Kulissen blicken. Der Weg hinter der Wasserwand aber, ist ganz und gar nicht gemütlich. Von den Japanern abgesehen, sind da die glitschigen Steine, die nicht weniger rutschige Erde, der steile Pfad hinauf und ganz besonders wieder hinunter. Kein Geländer, nicht einmal ein bloßes Seil, an das man sich in letzter Not hängen könnte. Das Herz rast…

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Isländische Gastlichkeit

Isländische Gastlichkeit

Der Höhepunkt des vorangegangenen Tages kündigt sich von Ferne durch eine hohe Dunstwolke an. Dennoch unvorbereitet stehen wir plötzlich am Rand eines Abgrunds, einer tiefen Schlucht, und vor uns… die Niagarafälle!  Unvorstellbare Wassermassen donnern in zwei hohen Stufen in die Tiefe, wir sind umnebelt, die Linse nass, es ist unerhört und nicht zu fassen. Wir knipsen und staunen und können uns vom Schauspiel nicht trennen. Eine Stunde später geht es endlich weiter nach Selfoss, wo wir in einem Guest House,…

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Finger weg!

Finger weg!

Schilder kündigen es an. In dieser Mondlandschaft, in der nur kümmerliches Grün sein Leben fristet, schlummert der Ur-Vater aller Geysire. Mr Geysir himself. Er ist eine Enttäuschung. Erschöpft von zu vielen urzeitlichen Kraftausbrüchen dümpelt er seit Jahrtausenden vor sich hin, ein bläulich-gelbes Wasserloch, das nicht der Rede wert ist. Dann, plötzlich, hinter unserem Rücken: Ein Zischen, ein Aufschrei vieler Münder. Wir wirbeln herum. Eine ersterbende Fontäne, ein Loch, welches das Wasser kraftvoll zurück saugt. Diesen Staubsauger hätte die Bebbin auch…

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Von Zeiten vor unserer Zeit

Von Zeiten vor unserer Zeit

Nach zwei Hamburgern mit zwei Bieren, die uns umgerechnet satte 50 Franken gekostet haben, und einem tiefen Schlaf mitten im Gewerbezentrum von Reykjavik fahren wir in aller Früh los. Es liegen 230 km Ringstraße vor uns und gefühlte tausend Sehenswürdigkeiten. In Thingvellir, das inzwischen zu einem Nationalpark umgewandelt wurde, in dieser Ebene, übersät mit Felsbrocken, Moos und windgeschütteltem Gras, wurde im Jahr 930 das isländische Parlament gegründet. Inzwischen wurde es nach Reykjavik verlegt. Bodenheizung ist eben gemütlicher. Links und rechts…

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